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Wann, wo und von wem wurde das Stanzertal besiedelt? Wann hat der Arlbergpass als Verkehrs- und Transportweg an Bedeutung gewonnen? Und, in welcher Zeit wurden Kinder ins Schwabenland zum Arbeiten geschickt und wie ist es ihnen dort ergangen? Allesamt Fragen, die Kurt Tschiderer, Chronist der Gemeinde Pettneu, aus dem Stegreif beantworten kann. Ebenso erzählt er im Zeitzeugeninterview von der Demarkationslinie, die es während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Pettneu und St. Anton am Arlberg gab und welche man nur in Ausnahmefällen passieren durfte, als auch über ein Gemetzel am Arlbergpass im Jahr 1809 oder den Bau der Arlbergbahn (1880-1884). Kurt Tschiderer erinnert im Zeitzeugeninterview auch an große Stanzertaler Persönlichkeiten, wie bekannte Orgelbauer, im 19. Jahrhundert - auch schildert er interessante Hintergründe der Almwirtschaft. Dabei spricht er über das "Zweidrittelgericht" und damit verbundene Begriffe wie die "Hutverlassung" oder den "Gewalthaber", die noch heute in unserem Sprachgebrauch zu finden sind. Kurt Tschiderer war zudem einige Jahre lang als Lehrer an der Volksschule St. Anton am Arlberg tätig, auch ist er Obmann des Vereins Kunstraum.