Professor Dr. Rudolf Streicher gilt als der "Vater der Bahnverlegung". Nachdem er 1986 Verkehrsminister in Österreich wurde, fand wenige Jahre später ein bedeutender Hubschrauberflug in St. Anton am Arlberg statt. Der zweigleisige Ausbau der Arlbergbahnstrecke war schon lange zuvor ein großes, infrastrukturelles Thema. Professor Streicher spricht im Zeitzeugeninterview über diese ersten, konkreten Ideen einer Bahnverlegung und eine Trassenverordnung, die in weiser Voraussicht getätigt wurde und ohne diese die Südvariante der Bahnverlegung zeitlich nicht umsetzbar gewesen wäre (da ansonsten eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorgeschrieben gewesen wäre). Auch liest er im Interview Teile aus seinem berühmten Brief an den früheren Bürgermeister Herbert Sprenger vor und erzählt, wie es dazu kam, dass er diesen Brief, der den Stein ins Rollen gebracht hat, verfasst hat. Professor Streicher ist aber am Arlberg, wo der Ehrenbürger der Gemeinde St. Anton immer ein gern gesehener Gast ist, nicht nur bekannt als "Vater der Bahnverlegung", sondern auch als Dirigent des Neujahrskonzertes, das 20 Jahre lang stattgefunden hat. Im Zeitzeugeninterview spricht er zudem über seine Kindheit, seine Ausbildungen und beruflichen Stationen sowie seine privaten Verbindungen in St. Anton am Arlberg.